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KI & Datenschutz · 1 Min. Lesezeit

Chatbot und DSGVO: Worauf kleine Unternehmen achten sollten

Ein Chatbot auf der Website kann entlasten – wenn Datenschutz und EU AI Act mitgedacht werden. Die wichtigsten Punkte verständlich erklärt.

Ein KI-Chatbot kann Fragen rund um die Uhr beantworten und Anfragen strukturiert aufnehmen. Gleichzeitig verarbeitet er Nachrichten von Website-Besuchern. Damit das datenschutzfreundlich gelingt, sollten Sie einige Punkte beachten. Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Anbieter und Serverstandort

Prüfen Sie, wo der KI-Dienst die Daten verarbeitet. Anbieter mit Rechenzentren in der EU vereinfachen vieles. Bei Anbietern außerhalb der EU braucht es eine tragfähige Grundlage für die Datenübermittlung.

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Verarbeitet ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag, ist in der Regel ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig. Seriöse Anbieter stellen diesen bereit.

Kein Training mit Ihren Daten

Achten Sie darauf, dass Eingaben nicht zum Training der Modelle des Anbieters verwendet werden. Bei vielen Geschäftskunden-Angeboten lässt sich das vertraglich oder in den Einstellungen sicherstellen.

Transparenz für Besucher

  • Der Chatbot sollte klar als KI erkennbar sein – das entspricht auch den Transparenzpflichten des EU AI Act.
  • Vor dem ersten Chat sollte ein kurzer Datenschutzhinweis stehen.
  • Die Datenschutzerklärung der Website muss den Chatbot und den Anbieter nennen.
  • Besucher sollten gebeten werden, keine sensiblen Daten einzugeben.

Datensparsamkeit

Speichern Sie Chatverläufe nur, wenn es einen klaren Zweck gibt – und dann nur so lange wie nötig. Oft reicht es, eine Anfrage mit Einwilligung an Ihr Postfach weiterzuleiten, statt alle Gespräche zu protokollieren.

Besondere Vorsicht bei sensiblen Branchen

Praxen, Therapeuten und Beratungsberufe sollten Chatbots auf allgemeine Fragen beschränken. Gesundheitsdaten gehören nicht in einen Website-Chat.

KI-Kompetenz im Team

Der EU AI Act verlangt von Unternehmen, die KI einsetzen, dass Mitarbeitende über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Für kleine Betriebe heißt das praktisch: eine kurze, verständliche Einweisung, was das System kann, wo seine Grenzen liegen und wie man damit umgeht.

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